“City of Bones” von Cassandra Clare
Bewertung:
Verlag: Arena Verlag
Seiten: 512
Preis: 17,95 EUR
Autorin: Cassandra ClareGut aussehend, düster und sexy. Das ist Jace. Verwirrt, verletzlich und vollkommen ahnungslos. So fühlt sich Clary, als sie in Jace’ Welt hineingezogen wird. Denn Jace ist kein normaler Junge. Er ist ein Dämonenjäger. Und als Clary von dunklen Kreaturen angegriffen wird, muss Clary schleunigst ein paar Antworten finden, sonst wird die Geschichte ein tödliches Ende nehmen!
Zu diesem Buch etwas zu schreiben ist sehr schwer für mich. Bei “City of Bones” geht mir nämlich so viel durch den Kopf, dass ich mich wirklich abmühen muss, nichts davon zu vergessen.
Ich weiß nicht, ob Cassandra Clare jemanden ein Begriff ist. Alle, die sich mit Harry Potter befassen und Fanfictions schreiben, dürfte der Namen jedoch wirklich ein Begriff sein (zumindest in ähnlicher Form: Cassandra Claire). Bevor Cassandra Clare ihren Debütroman veröffentlichte, war sie bereits in der Fanfiction-Welt bekannt wie ein bunter Hund. Von ihr stammten die Draco-Triologie, die die Teile “Draco Dormiens”, “Draco Sinister” und “Draco Veritas” umfasste, jedoch leider heute nicht mehr im Netz erhältlich ist, seitdem sie eine ernsthafte Schriftsteller-Karriere begonnen hatte.
Sie war sogar so bekannt, dass ihre Person in der FF-Welt auch äußerst umstritten war. Es kamen Vorwürfe auf, dass sie Zitate und Szenen übernommen hätte u. a. aus der Fernsehserie Buffy. Letzten Endes führte dies dann auch zu dem Ausschluss bei dem bekannten Fanfiction-Archiv Fanfiction.net.
Was wirklich daran dran ist, kann ich ehrlich gesagt nicht beantworten. Wirkliche Parallelen zu Buffy und ihren Fanfictions habe ich nie entdecken können. Vielleicht auch aus diesem Grund, dass ich nicht mit beidem gleichzeitig in Berührung kam und ich mich auch nicht dafür auszeichne, besonders gut im Zitieren zu sein.
Schade finde ich wirklich, dass nach diesem Plagiatsvorwurf, der nun doch viele Jahre zurückliegt, noch immer geraunt wird, wenn man ihren Namen ließ. Nachdem ich “City of Bones” zuende gelesen hatte, habe ich mich ein wenig im Internet umgesehen und mir ein paar Meinung dazu durchgelesen. “City of Bones” soll ebenfalls eine Mischung aus diversen anderen Geschichten sein und dazu noch schlecht geschrieben.
Natürlich kann ich klauen nicht gut heißen. Gerade, weil ich selber schreibe. Da ich aber dieses Thema nicht beurteilen kann, will ich es nicht großartig aufgreifen. In meinen Augen ähneln sich viele Geschichten. Man muss sich nur derzeit die Empörung ansehen, die bei Hardcor-Bis(s) Fans durch die Reihen geht, wenn man von Tanja Heitmanns “Morgenrot” spricht. Aber mal ehrlich? Heißt es denn plötzlich, dass jeder Vampir-Roman, der nach der Bis(s)-Serie erscheint, eine Kopie von Bis(s) sein soll? Lächerlich.
Letzten Endes kann ich also nur davon sprechen, was ich empfunden habe, als ich “City of Bones” gelesen habe. Hier also ganz neutral meine Meinung zu diesem Buch, das mich wirklich begeistert hat.
“City of Bones” trifft genau meinen Geschmack an Geschichte, den ich so sehr liebe. Dieses Buch ist witzig geschrieben, sprießt nur so vor Sarkasmus und ist gleichzeitig unheimlich spannend und fesseln zu lesen. Genauso gut wie sie es bei ihren Fanfictions damals beherrschte, versteht Cassandra Clare es hier nun ebenfalls gut, eine Geschichte zu erzählen.
Schon immer mochte ich ihren flüssigen sauberen Schreibstil und die Art, wie sie bei Beschreibungen besonders in Detail geht. Gerade, wie ich finde, besteht bei Fantasy die Gefahr, dass der Autor den Leser aus den Augen verliert und sich unheimliche Komplexitäten aus dem Hut zaubern. Das Ergebnis: Ein vollkommen verwirrter Leser. So sehr ich Fantasy also auch liebe, ist es doch so, dass ich davor zurückschrecke, weil es ein ziemlich anstrengendes Genre ist. Ich bin sehr erleichtert, dass genau das, bei “City of Bones” wirklich nicht der Fall ist. Zusammen mit der unwissenden Clary entdeckt auch der Leser die vollkommen neue Welt, so dass selbst dann, wenn es wirklich droht, komplizierter zu werden, der Leser dabei nicht vergessen wird.
Besonders gut gefällt mir die Darstellung des Jace’. Ein Held mit Ecken und Kanten, so wie ich es liebe. Gleichzeitig noch jemand, mit einem richtig tollen Humor. Ich kann mir vorstellen, dass Cassandra Clare bei Jace stetig den Draco Malfoy im Hinterkopf hatte, den sie damals mit ihrer Trilogie schuf – jedoch damit auch sehr von dem eigentlichen Original abwich.
Eigentlich gibt es nur eine Sache, die mich an dem Buch wirklich enttäuscht. Und das ist die bittere Wahrheit, die Jace und Clary gegen Ende zu erfahren habe.
Mir wurde einmal beigebracht, dass meine seine Leser nie betrügen darf. Ehrlich gesagt, habe ich diesen Satz nie verstanden. Wie sollte man den sonst geschickt ein Geheimnis bis zum Ende aufbewahren? Als ich jedoch das zwischen Jace und Clary gelesen habe, fühlte ich mich zum ersten Mal von einem Buch betrogen. Klingt richtig theatralisch, ich weiß, aber was soll man machen.
Es ist schwer es richtig zu erklären, wenn man nicht genau ins Detail gehen will, um nichts zu verraten.
Für Cassandra Clare-Liebhaber oder wenigstens solche, die die Draco-Triologie gerne mochten, ist dieses Buch wirklich ein wahrhafter Glücksgriff. Genauso wie für jeden anderen, der auf witzige und spannende Fantasy-Geschichten, in sich auch nach Romantik sehnen, aber nicht gleich so sehr, dass es in Kitsch ausartet. Ich liebe die Geschichte von Clary und Jace wirklich und kann es kaum erwarten, bis im Juli 2009 der dritte Teil erscheinen wird. Gerade bin ich nämlich dabei den zweiten zu verschlingen.
Vom Buch zum Film und zurück
Gestern ware ich nach einer halben Ewigkeit wieder mal im Kino :). Tintenherz musste daran glauben. Meist bin ich immer heilfroh, dass ich die Bücher zu den Kinoverfilmungen größtenteils nie gelesen habe, denn dann gefallen mir die Filme sogar *hoho*. Demnach fand ich Tintenherz gestern wirklich nicht schlecht. Der Film hat mir sogar so gut gefallen, dass ich mir jetzt unbedingt die Bücher kaufen werde. Leider, ist es aber bisher immer so gewesen, dass, wenn mir die Kinofilme gefallen habe und ich die Bücher erst danach lese, diese mir nicht mehr gefallen. u.u”
Irgendetwas kann ja nicht mit mir stimmen. =/
Türchen Nr. 22
Ich bin ganz aus dem Häuschen :), denn heute würde ich von Spielkind als das Türchen Nr. 22 auserkoren. Eigentlich hatte ich ja gar nicht mehr damit gerechnet gehabt, jetzt, da es so Richtung Ende zuging xD.
Bin schon gespannt was mir der Postbote dann bringen wird. Noch mal ein ganz herzliches Danke, Spielkind. :D
Unzufrieden mit dem Lesestoff
Ich kann mir nicht helfen. Es scheint irgendwie so, als hätte sich die gesamte Bücherwelt gegen mich verschworen. Irgendwie finde ich kein Buch mehr, dass mich so richtig anspricht und in seinen Bann zieht.
Ständig breche ich Bücher ab, fange neue an und dann aber auch nur, um festzustellen, dass sie ebenfalls nicht wirklich meinem Geschmack entsprechen bzw. der Anfang einfach nur wahnsinnig einschläfernd ist xD.
Habt ihr denn einen total fesselnden Rat für mich? :(
“Morgenrot” von Tanja Heitmann
Bewertung:
Verlag: Heyne Verlag
Seiten: 480
Preis: 17,95 EUR
Autorin: Tanja HeitmannAls die junge Studentin Lea in der Villa ihres Professors auf Adam trifft, ist sie vom ersten Augenblick an gebannt. Adam ist unwirklich schön, schweigsam – und er hat ein tödliches Geheimnis: Er ist von einem Dämon besessen, der ihn dazu zwingt, Lea auf die dunkle Seite zu ziehen. Doch mit aller Macht kämpft er dagegen an. Denn er liebt Lea. Eine Liebe, in der ein einziger Kuss alles verändern kann …
Ich habe das Buch verschlungen. Aber ich bin einfach ein ziemlich kritischer Mensch. Begeistert kann ich irgendwie nicht sein und gleichzeitig fand ich es aber auch toll in die Welt von Lea und Adam abzutauchen. Lea und Adam ist ja bereits das passende Stichwort. Vielleicht mag der ein oder andere die beiden mit Bella und Edward aus der Bis(s)-Reihe vergleichen. Durchaus gibt es auch einige parallelen, jedoch muss ich sagen, dass mir die Beziehung von Lea und Adam besser gefällt, als die von Bella und Edward. Was man hier zu lesen bekommt ist erwachsener und reifer. Gleichzeitig wirkt Lea auch nicht so abhängig wie es Bella tut und Adam hingegen nicht ganz so auf seine Partnerin fixiert, wie Edward.
Wenn ich jedoch die Beschreibung des Buches mit dem eigentlichen Inhalt vergleiche, muss ich zugeben, dass ich mir etwas ganz anderes unter der Geschichte vorgestellt hätte. Das ist wohl der Punkt, in dem ich letzten Endes etwas enttäuscht bin. Für mich ist die Atmosphäre noch düsterer gewesen. Meiner Meinung nach war der Beginn der Geschichte genau der richtige Einstieg, doch ab der Flucht Leas und dem Zeitsprung, hat sich alles ein wenig verändert. Plötzlich ist man in eine Art Geschäftswelt gefallen, in der Kontakte und Verbindungen geknüpft werden wollten. So etwas wirkt nicht ganz so ansprechend auf meinen Geschmack.
Was ich desweiteren sehr schade finde, ist das Ende des Buches. Spannend, keine Frage. Jedoch mit der Hoffnung auf mehr. Aus reiner Neugierde heraus habe ich ein wenig herumgegoogelt und dann musste ich jedoch enttäuscht feststellen, dass angeblich dieses Buch abgeschlossen sei – somit auch die Geschichte erzählt und im nächsten Band gibt es kein Auftauchen mehr von Lea und Adam. Zwar liebe ich solche Enden, bei denen man selbst noch ein wenig die Fantasie spielen lassen kann, jedoch habe ich noch so viele offene Fragen (was leider auch heißt, dass ich einiges nicht wirklich verstanden bzw. nachvollziehen kann), dass ich damit irgendwie nicht wirklich zufrieden sein kann.
Eine kleine Anmerkung würde ich gerne noch zu dem Cover des Buches machen. Ich habe die gebundene Ausgabe stehen sehen und war davon einfach nur fasziniert. Das war es eigentlich, was mich überhaupt zum Kauf der Geschichte bewegt hat. Zudem kam natürlich auch noch die Aussicht auf eine düstere Geschichte, was sich meiner Meinung nach leider nicht ganz so erfüllt hat. Ich erhoffe mir vom nächsten Teil ein wenig mehr …






