“Bis(s) zum Ende der Nacht” von Stephenie Meyer
Bewertung:
Verlag: Carlsen
Seiten: 788
Preis: 24,90 EUR
Autorin: Stephenie MeyerEin Jahr voller Glück, aber auch voller Schmerz liegen hinter Bella. Ein Jahr, indem sie fast zerbrochen wäre, weil ihre Leidenschaft für Edward und ihre innige Freundschaft zu Jacob einfach unvereinbar sind. Aber nun ist ihre Entscheidung gefallen. Unwiderruflich, auch wenn es so aussieht, als setze sie eine Entwicklung in Gange, die möglicherweise verheerend für sie alle ist.
Noch hofft Bella, die verschiedenen Fäden ihres Lebens wieder zusammenführen zu können, da droht alles für immer zerstört zu werden …
Endlich ist es soweit. Die Geschichte von Bella und Edward findet mit dem letzten Band „Bi(s) zum Ende der Nacht“ ihr Ende. Letzte Bände werden von mir immer mit einem besonderen Gefühl gelesen. Dieses Buch bildete da keine Ausnahme. So stellte man sich die Frage, ob Bella und Edward eine glückliche Zukunft haben werden oder was dann mit Jacob geschieht, wenn Bella nicht sogar mit ihm zusammen kommen wird. Viel entscheidender ist jedoch die Frage, ob Bella wirklich zu einem Vampir wird.
Gott sei Dank – nachdem man sich bei jedem Band der Geschichte eine Antwort erhofft hatte und immer wieder enttäuscht wurde – endlich werden diese Fragen alle geklärt. Ob gut oder weniger gut, liegt in eurem ermessen.
In meinen Augen hätte Stephenie Meyer alles nicht besser lösen können. Sehr angetan bin ich auch von Bellas Entwicklung im letzten Band. Endlich schafft sie es durch die Veränderungen, die sie in der Geschichte beeinflussen werden, ihre „Opferrolle“ abzulegen. Anders kann ich sie leider nicht beschreiben. In den Vorgängerbänden war ihr Leiden und das Jammern für mich viel zu extrem. Als Beispiel möchte ich hier den Klippensprung in „Bis(s) zur Mittagsstunde“ nennen. Besonders eingefleischte Bis(s)-Fans mögen mich schelten, aber ich hätte es fast nicht mehr ausgehalten. Umso schöner finde ich es, dass mir der letzte Band nicht auf die Nerven ging.
Insgesamt ist Bis(s) zum Ende der Nacht in gewisser Art und Weise schon fast „düsterer“ als der Rest der Geschichte. Genauso wie es sich deutlich von den anderen Bänden abhebt. Es ist einfach anders und man muss sich beim Lesen darauf gefasst machen, dass man viele Überraschungen zu erwarten hat. Leider sind jedoch die Überraschungen etwas gewesen, was nach einer gewissen Zeit bereits vorhersehbar war, was ich dann doch etwas schade fand, denn es hat mich nie voll erwischt gehabt.
Genauso schade muss ich sagen, ist, dass wir anscheinend nie wirklich einen Blick in Edwards Gedanken erhaschen werden. Erst kürzlich bin ich dazu gekommen „Auf den ersten Blick“ zu lesen und wahrscheinlich deswegen so erpicht darauf. Doch schon immer hat es mir ein wenig gefehlt, wie wenig wir von ihm mitbekommen. Ist im letzten Band Jacob sogar ein ganzes Buch gewidmet, bleibt Edwards hingegen für immer verschlossen. Gerade zum Ende der Geschichte hatte ich da eigentlich anderes erwartet gehabt. Aber man will sich nicht beklagen. Hat man doch noch die Szene aus dem dritten Band zwischen Edward und Jacob in der Höhle – Bis(s) zum Abendrot – in der man zum ersten Mal mitbekommen hat, wie Edward sich fühlt. Ja, zumindest eine Szenen. Zwar schwacher Trost, aber immerhin.
Im Gegensatz zu seinen Vorgängern – ausgenommen den ersten Band „Bis(s) zum Morgengrauen“ – gefällt mir „Bis(s) zum Ende der Nacht“ viel besser. Wahrscheinlich ist es die rasante Entwicklung von allem, dass das Buch nicht so langatmig macht, wie es bei den anderen leider der Fall war. Trotz dessen, wie gesagt, meinen absoluten Favoriten kann man auch mit dem letzten Band nicht toppen. Aber kein Wunder. Wer will schon gerne das Ende von etwas haben. Viel lieber ruft man sich in Erinnerung wie alles begonnen hatte.
2 Kommentare »
Mein Buchjahr 2009 – Geliebt, gelacht, gelangweilt | Wortfetzen schrieb am 2. Januar 2010:
[...] – Stephenie Meyer Bis(s) zum Ende der Nacht – Stephenie Meyer Elfenseele – Hinter dem Augenblick – Michelle Harrison Der [...]





