Cassandra Clare: “Chroniken der Unterwelt”-Tour

    geschrieben am 27. Juni 2009
Kategorie/n: Bücherregal » Keine Kommentare

Das sind die Tourdaten für Cassandra Clares “Chroniken der Unterwelt”-Tour in Deutschland. Ich glaube, wenn sie in München ist, dann gehe ich hin. Ich war noch nie bei so was. Das muss man sich ja mal anschauen. ^^

9. November 2009. Erfurt, 15.00 Uhr
10. November 2009. Frankfurt (Zeit steht noch nicht fest)
11. November 2009. Hamburg, 18.00 Uhr
12. November 2009. Giessen (Zeit steht noch nicht fest)
13. November 2009. Bayreuth (Zeit steht noch nicht fest)
14. November 2009. München, 15.00 Uhr

Wie laufen denn solche Büchertouren ab?

 

“City of Bones” von Cassandra Clare

    geschrieben am 28. Dezember 2008
Kategorie/n: 4 Sterne » 9 Kommentare

Bewertung:
Verlag: Arena Verlag
Seiten: 512
Preis: 17,95 EUR
Autorin: Cassandra Clare

Gut aussehend, düster und sexy. Das ist Jace. Verwirrt, verletzlich und vollkommen ahnungslos. So fühlt sich Clary, als sie in Jace’ Welt hineingezogen wird. Denn Jace ist kein normaler Junge. Er ist ein Dämonenjäger. Und als Clary von dunklen Kreaturen angegriffen wird, muss Clary schleunigst ein paar Antworten finden, sonst wird die Geschichte ein tödliches Ende nehmen!

Zu diesem Buch etwas zu schreiben ist sehr schwer für mich. Bei “City of Bones” geht mir nämlich so viel durch den Kopf, dass ich mich wirklich abmühen muss, nichts davon zu vergessen.

Ich weiß nicht, ob Cassandra Clare jemanden ein Begriff ist. Alle, die sich mit Harry Potter befassen und Fanfictions schreiben, dürfte der Namen jedoch wirklich ein Begriff sein (zumindest in ähnlicher Form: Cassandra Claire). Bevor Cassandra Clare ihren Debütroman veröffentlichte, war sie bereits in der Fanfiction-Welt bekannt wie ein bunter Hund. Von ihr stammten die Draco-Triologie, die die Teile “Draco Dormiens”, “Draco Sinister” und “Draco Veritas” umfasste, jedoch leider heute nicht mehr im Netz erhältlich ist, seitdem sie eine ernsthafte Schriftsteller-Karriere begonnen hatte.

Sie war sogar so bekannt, dass ihre Person in der FF-Welt auch äußerst umstritten war. Es kamen Vorwürfe auf, dass sie Zitate und Szenen übernommen hätte u. a. aus der Fernsehserie Buffy. Letzten Endes führte dies dann auch zu dem Ausschluss bei dem bekannten Fanfiction-Archiv Fanfiction.net.

Was wirklich daran dran ist, kann ich ehrlich gesagt nicht beantworten. Wirkliche Parallelen zu Buffy und ihren Fanfictions habe ich nie entdecken können. Vielleicht auch aus diesem Grund, dass ich nicht mit beidem gleichzeitig in Berührung kam und ich mich auch nicht dafür auszeichne, besonders gut im Zitieren zu sein.

Schade finde ich wirklich, dass nach diesem Plagiatsvorwurf, der nun doch viele Jahre zurückliegt, noch immer geraunt wird, wenn man ihren Namen ließ. Nachdem ich “City of Bones” zuende gelesen hatte, habe ich mich ein wenig im Internet umgesehen und mir ein paar Meinung dazu durchgelesen. “City of Bones” soll ebenfalls eine Mischung aus diversen anderen Geschichten sein und dazu noch schlecht geschrieben.

Natürlich kann ich klauen nicht gut heißen. Gerade, weil ich selber schreibe. Da ich aber dieses Thema nicht beurteilen kann, will ich es nicht großartig aufgreifen. In meinen Augen ähneln sich viele Geschichten. Man muss sich nur derzeit die Empörung ansehen, die bei Hardcor-Bis(s) Fans durch die Reihen geht, wenn man von Tanja Heitmanns “Morgenrot” spricht. Aber mal ehrlich? Heißt es denn plötzlich, dass jeder Vampir-Roman, der nach der Bis(s)-Serie erscheint, eine Kopie von Bis(s) sein soll? Lächerlich.

Letzten Endes kann ich also nur davon sprechen, was ich empfunden habe, als ich “City of Bones” gelesen habe. Hier also ganz neutral meine Meinung zu diesem Buch, das mich wirklich begeistert hat.

“City of Bones” trifft genau meinen Geschmack an Geschichte, den ich so sehr liebe. Dieses Buch ist witzig geschrieben, sprießt nur so vor Sarkasmus und ist gleichzeitig unheimlich spannend und fesseln zu lesen. Genauso gut wie sie es bei ihren Fanfictions damals beherrschte, versteht Cassandra Clare es hier nun ebenfalls gut, eine Geschichte zu erzählen.

Schon immer mochte ich ihren flüssigen sauberen Schreibstil und die Art, wie sie bei Beschreibungen besonders in Detail geht. Gerade, wie ich finde, besteht bei Fantasy die Gefahr, dass der Autor den Leser aus den Augen verliert und sich unheimliche Komplexitäten aus dem Hut zaubern. Das Ergebnis: Ein vollkommen verwirrter Leser. So sehr ich Fantasy also auch liebe, ist es doch so, dass ich davor zurückschrecke, weil es ein ziemlich anstrengendes Genre ist. Ich bin sehr erleichtert, dass genau das, bei “City of Bones” wirklich nicht der Fall ist. Zusammen mit der unwissenden Clary entdeckt auch der Leser die vollkommen neue Welt, so dass selbst dann, wenn es wirklich droht, komplizierter zu werden, der Leser dabei nicht vergessen wird.

Besonders gut gefällt mir die Darstellung des Jace’. Ein Held mit Ecken und Kanten, so wie ich es liebe. Gleichzeitig noch jemand, mit einem richtig tollen Humor. Ich kann mir vorstellen, dass Cassandra Clare bei Jace stetig den Draco Malfoy im Hinterkopf hatte, den sie damals mit ihrer Trilogie schuf – jedoch damit auch sehr von dem eigentlichen Original abwich.

Eigentlich gibt es nur eine Sache, die mich an dem Buch wirklich enttäuscht. Und das ist die bittere Wahrheit, die Jace und Clary gegen Ende zu erfahren habe.

Mir wurde einmal beigebracht, dass meine seine Leser nie betrügen darf. Ehrlich gesagt, habe ich diesen Satz nie verstanden. Wie sollte man den sonst geschickt ein Geheimnis bis zum Ende aufbewahren? Als ich jedoch das zwischen Jace und Clary gelesen habe, fühlte ich mich zum ersten Mal von einem Buch betrogen. Klingt richtig theatralisch, ich weiß, aber was soll man machen.

Es ist schwer es richtig zu erklären, wenn man nicht genau ins Detail gehen will, um nichts zu verraten.

Für Cassandra Clare-Liebhaber oder wenigstens solche, die die Draco-Triologie gerne mochten, ist dieses Buch wirklich ein wahrhafter Glücksgriff. Genauso wie für jeden anderen, der auf witzige und spannende Fantasy-Geschichten, in sich auch nach Romantik sehnen, aber nicht gleich so sehr, dass es in Kitsch ausartet. Ich liebe die Geschichte von Clary und Jace wirklich und kann es kaum erwarten, bis im Juli 2009 der dritte Teil erscheinen wird. Gerade bin ich nämlich dabei den zweiten zu verschlingen.

 


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